WIR als Menschheit begegnen uns:

Freie spirituelle Treffen ohne Guru, Dogmen und Mitgliedschaft.

Es ist möglich!   Der Beweis läuft!

WIR-Stil

Der WIR-Stil entspricht einer inneren Haltung, die auf eine Überwindung von Dissonanzen und auf nachhaltige Synergie ausgerichtet ist. Zugleich beinhaltet er einige bewährte, auf dieser Seite beschriebene Umgangsweisen. Diese werden im TN miteinander angewendet, jedoch nicht explizit unterrichtet. Wer sich diese Herangehensweisen für mehr Nähe, Konfliktlösung und Entscheidungsfindung - unabhängig von TN-Treffen - für den eigenen Alltag aneignen möchte, kann auch das Seminar dazu besuchen. Das TN-Begegnungsforum ist also auch ein Rahmen für ein Selbst-Training in Kreiskultur und in synergetischen Team-Entscheidungen. Insofern setzt TN trotz aller Hilfestellungen in der Gruppe ein gewisses Maß an Selbstreflexion und persönlicher Integrität voraus. Jede/r entscheidet selbst, wie tief sie/er in das Experiment einsteigen möchte. Grundsätzlich ist jede/r willkommen!

Wir üben im TN den WIR-Stil als Grundlage einer Willkommenskultur. Sie ist einerseits geprägt von einem diskussionsfreien Erfahrungsaustausch und andererseits von wohlwollenden Fragen, Wünschen und einer beides kombinierenden, auf Kritik verzichtenden Konfliktlösung (Zitat aus Idee).

Vorschau auf die Elemente der WIR-Stil-Kommunikation

Bei den „Erfühlungen“ während der Kleingruppenarbeit bei den TN-Treffen bleiben wir wirklich beim Mit-teilen der eigenen Erfahrungen statt abstrakte Meinungen oder Konzepte von uns zu geben.
Bei Teamgesprächen werden alle Vorschläge in die Mitte eingebracht, bis sich eine kreative Lösung aus dem Höheren WIR ergibt. Jede Abwertung des Beitrags eines Anderen wird grundsätzlich vermieden inklusive der einengenden Ja-aber-Diskussionen (gegenseitige Erinnerung daran per „Huhu“).

Wir bemühen uns aktiv darum, jedem TN-Freund gegenüber Wohlwollen zu empfinden - auf der Basis der Eigenarbeit an den vier möglichen Projektionen, um sich einen anderen Menschen unsympathisch zu machen und dadurch aus dem Mitgefühl zu fallen.

Um auch im Konfliktfall in der Sympathie zum anderen zu bleiben, drängen wir ihm oder ihr nicht unsere Sichtweise oder unsere Empfindungswelt auf, sondern stellen uns auf seine/ihre „Landkarte“ ein, indem wir ausschließlich Fragen dazu stellen. Entweder erfragen wir seine (gemeint: auch ihre) Beweggründe, Einwände beziehungsweise Sehnsüchte, um ihn besser zu verstehen, oder aber wir fragen ihn, ob er uns einen bestimmten Wunsch erfüllen möchte, oder wenden als zuverlässige Friedensinitiative das TN-typische zuhörende „Konfliktlösungsmuster“ an, das ebenfalls eine Frage beinhaltet – nämlich danach, was der/die andere brauchen könnte oder genießen würde, anstatt in dasjenige Verhalten hineingetriggert zu werden, das dem Fragenden nicht angenehm ist. 

Das Konfliktlösungsmuster und die kontemplative gemeinsame Entscheidungsfindung aus dem Höheren WIR entsprechen einer anspruchsvollen und prozessintensiven Art der Beziehungskultur, die in manchen Möglichkeiten über Ansätze wie GFK, Scott Peck oder soziokratisches Konsensieren hinausgehen. Dennoch ist es möglich, sich im Laufe der Jahre an diese Umgangsformen und ihre implizierte innere Haltung heranzutasten.

Die Grundhaltung der WIR-Stil-Kommunikation zusammengefasst:
Der komplette Verzicht auf Diskussionen, Kritik und ungefragtes Feedback sind natürlich oft anspruchsvollere Wege als sich sozusagen hintenherum über das TN (oder Teilnehmende) zu beschweren. Üble Nachrede umgeht jedoch die Entwicklung von Harmonie nach Synergie, die ganz natürlich immer erst einmal unterschiedliche Wahrnehmungen hervorbringt. Wir alle haben gelernt, dies als Konflikt oder Streit zu deuten und davonzulaufen, anstatt dies einfach wertfrei als „noch zu überbrückende“ Verschiedenheit der Wahrnehmungsposition zu betrachten. Wir alle sind daher aufgerufen, immer wieder die Herzverbindung miteinander zu suchen oder im Live-Kontakt zu erneuern, und Dissonanzen wie auch Anti-Synergien aus unserem Zusammensein hinauszuwerfen und somit das gesellschaftlich so verbreitete Prinzip „teile und herrsche“ außer Kraft zu setzen.

Die WIR-Stil-Kommunikation ist im aktuellen TN-Grundlagenbuch "Die Software der Seele" auf 20 Seiten zusammengefasst, die mit dieser Übersicht (S. 477) zu ihren wesentlichen Punkten endet: 

Zuhören in Sympathie mit Fokus auf Ermutigung
Nachfragen, konkrete Wünsche und Konfliktlösungsmuster (KLM)
Kreiskultur mit Huhu-Signal bei Abwertung und thematischer Entgleisung
Feedback nur nach Vereinbarung oder auf Anfrage im Teamrahmen
In Teams Entscheidung aus dem Höheren WIR

Elemente des WIR-Stils (Filme dazu siehe Vorträge "WIR-Stil-Kommunikation")

              


Zusammenfassung

Die WIR-Stil-Kommunikation ist im Wesentlichen auf das Zuhören ausgerichtet. Das WIR kommt nicht dadurch zustande, dass ICH meine Empfindungswelt und Wahrnehmung dem Anderen überstülpe und damit meine „Landkarte“ derjenigen des Anderen vergleichend entgegenhalte, sondern dadurch, dass ich statt dessen auf die seinige Landkarte blicke. Nur aufgrund dieses Wahrnehmungserweiterung ist es möglich, die Erfahrungen und Sichtweisen des Anderen zu erfassen und gegebenenfalls daran anzuknüpfen. Dieses Interesse am DU lässt von dort aus einen gemeinsamen Nenner im WIR entstehen - im Sinne nachfragender Beziehungsgestaltung (Befremdliches hinterfragen, Wünsche, KLM). Das ICH muss dabei nicht aufgegeben werden, sondern erfährt eine Erweiterung durch das zuhörende Nachvollziehen anderer Sichtweisen bis hin zur Inspiration aus dem Höheren WIR auf der Basis aller unterschiedlichen eingebrachten Wahrnehmungen (Vgl. ICH-DU-WIR-Entwicklung im Zusammenhang mit der Willkommenskultur auf Seite 312 im TN-Grundlagenbuch).